animal.fair reflektiert: Vor dem Heiligen Abend…

Achtung, dieser Post ist bereits aus dem Jahr 2010. Einige Informationen könnten veraltet sein.

Das Fest der Liebe wird paradoxerweise von uns Menschen meist eher einseitig verstanden und gefeiert. Schon im Vorfeld kaufen wir containerweise Geschenke, für die Tiere gequält, misshandelt, getötet wurden: Parfums und Kosmetika, hinter denen Tierversuche stehen. Oder Seidennachthemden, für die hunderte Raupen gekocht wurden. Oder Jacken mit Pelzbesätzen, wo die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass der billig eingekaufte Pelz aus China stammt, wo Tiere lebendig gehäutet werden. Oder Kleidungsstücke aus Wolle, die sehr oft vom weltweit größten Wollexporteur Australien stammt, wo den Merinoschafen im Zuge des Mulesing Schwanz und ein tellergroßes Stück Fleisch herausgeschnitten werden – ohne Narkose.
Zum Weihnachtsessen am Heiligen Abend servieren wir gerne: Weihnachtsgans (von misshandelten Gänsen aus Intensivhaltung) oder zarte Lammkotletts (von Tieren, die im Kindesalter geschlachtet wurden) oder feinen Hummersalat (von Tieren, die wochenlang mit zusammengebundenen Scheren dahinvegetierten und dann zu Tode gekocht wurden).

Ist das der Sinn der Sache?

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Ein Artikel von Petra
veröffentlicht am 23.12.2010
Mitbegründerin des Ethik.Guide und von animal.fair. Leidenschaftliche Köchin, Fermentista und neuerdings auch Brotbäckerin. Apropos: im Brotberuf Journalistin.