DIY: Adventkranz und Adventkalender

Nur noch wenige Tage bis zum ersten Adventsonntag und zum Öffnen des ersten Türchens des Adventkalenders. Der Countdown läuft! Statt noch schnell was zu kaufen, kannst du selbst einen Kranz binden und einen Säckchen-Kalender nähen. Auch als gemeinschaftliche Aktivität mit der Familie bringen diese Bastelprojekte Weihnachtsvorfreude in dein Zuhause. Wir zeigen dir in wenigen Schritten wie’s geht. Und außerdem verraten wir dir Tipps für die Restelverwertung.

Adventkranz

Ein selbst gemachter Adventkranz dauert nicht lange – und duftet herrlich. (Foto: Pexels, Nubia Navarro)

Im Ethik.Guide, dem Einkaufsführer für fairen und nachhaltigen Konsum, findest du in der Kategorie Haushalt & Garten jede Menge Geschäfte und Labels, die auf ökologische Kerzen ohne Tierleid setzen.

Adventkranz binden

In den Regalen sind sie schon versammelt: Adventkränze aller Art können gekauft werden. Ganz einfach, stimmungsvoll und vor allem wunderbar duftig ist es aber, den Kranz selbst zu binden. Und es geht schneller als du denkst!

Für den Adventkranz brauchst du:

Den Rohling, also einen Kranz aus Stroh, den du mit Reisig umwickelst. Diesen Strohkranz gibt es in Garten-Fachgeschäften oder im Bastelladen. Und er kann jedes Jahr wieder verwendet werden – einfach nach Weihnachten das Reisig abwickeln und den Rohling für das nächste Jahr aufheben.

Als Reisig für den Adventkranz eignet sich vor allem jenes der Tanne, wegen der runden Nadeln. Eine alte Decke ausbreiten, darauf das Reisig sortieren und das Binden kann losgehen: Kurze Zweige zurechtschneiden und in kleinen Büscheln auf den Kranz binden. Die Unterseite frei lassen, sonst liegt der Kranz nicht stabil. Du kannst auch einen Teller oder ein Tablett darunter legen, das schützt vor Wachsflecken und macht den Transport leicht.

Blumendraht brauchst du recht viel, damit wird das Reisig eng zusammengewunden. Grüner Draht sorgt für unsichtbaren Halt. In Gold oder Silber funkeln kleine Highlights aus dem Tannengrün. Sehr geschickte Wickler können den Draht nach dem Advent wieder abwickeln und erneut verwenden.

Kerzenhalter gibt es extra für Adventkränze, idealerweise mit einem Teller, damit das Wachs nicht direkt auf das Reisig tropft.

Bei den Kerzen gibt es natürlich alle Farben. Tradition haben vier rote Kerzen, hier kommt der Kontrast der Komplementärfarben Rot und Grün schön zur Geltung. In der katholischen Liturgie hat der Advent die Farbe Violett, oft ist eine Kerze Rosa. Diese wird am dritten Adventsonntag entzündet, dem Gaudete-Sonntag (lateinisch für: Freuet euch!). Vorfreude ist ja die schönste Freude. Auch bunte oder hübsch verzierte Kerzen schmücken den Kranz. Egal, für welche Kerzen du dich entscheidest – beim Kauf gilt es ein paar Kriterien zu beachten: mehr dazu in unserem Artikel über vegane Kerzen.

Zutaten Adventkranz © Sandra Obermair

In wenigen Schritten wird aus diesen Einzelteilen ein selbstgemachter Adventkranz ganz nach deinen Wünschen. (Foto: Sandra Obermair)

Die persönliche Note bekommt der Adventkranz durch die Dekoration. Vom puristischen Reisigkranz mit Kerzen bis zum funkelnden Schmuckstück ist alles möglich. So kann auch jedes Familienmitglied einen Gegenstand mit persönlicher Bedeutung auswählen, der auf den Kranz kommt. Spielzeugtiere, Figuren, kleine Autos sind für Kinder oft wichtige Begleiter. Auch Fotos oder Erinnerungsstücke von lieben Menschen oder Tieren, die fern von uns sind, können am Kranz befestigt werden und sind so in unserer Mitte.

Ganz ohne Shopping gibt es Fundstücke aus der Natur – einfach beim nächsten Spaziergang schöne Stücke mit nach Hause nehmen. Bockerl, Zapfen, Bucheckerl, Steine, Früchte… machen den grünen Kranz zu einem Schmuckstück. Wer es glänzend mag, kann diese auch vergolden, weiß oder bunt bemalen. Dann noch die Kerzenhalter hineinstecken, Kerzen drauf und fertig ist der selbstgemachte Adventkranz.

Adventkalender basteln

Einmal gebastelt, hast du einen hübschen Adventkalender für die kommenden Jahre. Für diesen Kalender sammelst du beim Winterspaziergang einen langen Ast. Diesen grob säubern und gut austrocknen lassen. Für die 24 Säckchen werden alte Kleidungsstücke, Stoffreste oder Geschirrtücher verwendet. Auch geerbtes Gewand kann hier verwendet werden und erinnert an liebe Menschen. Daraus Rechtecke in der gewünschten Größe zuschneiden. Lustig ist es, wenn die Säckchen verschieden groß sind.

Stoffreste

Aus Stoffresten lässt sich ein individuell gestalteter Adventkalender herstellen. (Foto: Unsplash, Mel Poole)

Diese Stoff-Flecken in der Mitte falten und oben (wo später die Öffnung ist) nach Innen umnähen. Dann aus rotem Filz die Zahlen 1 bis 24 zuschneiden und aufnähen. Man kann auch mit Stoffmalstiften die Nummern einfach auf den Stoff schreiben. Wenn du magst, kannst du die Zahlen auch drauf sticken.

Dann die beiden Seiten zusammennähen, oben offen lassen. An der oberen Ecke ein langes Band annähen, damit werden die Sackerl an den Ast geknotet. Alternativ kann das Band auch in einen Tunnel oben am Säckchen gezogen werden. Den Ast mit zwei Bändern an einen geeigeten Platz hängen und die gefüllten Säckchen dran knoten.

Für die Füllung gibt es natürlich verschiedene Leckereien. Vegane Schokoladen, Gummibärlis, Kekse, … deiner Fanasie sind keine Grenzen gesetzt. Wenn du keine essbaren Geschenke einsacken willst, kannst du auch mehrteilige Spielsachen wie Puzzles oder Lego-Artikel in die Sackerl geben. Ganz persönlich ist auch eine selbstgeschriebene Geschichte in 24 Kapiteln. Verschiedene Perlen in den Säckchen ergeben eine hübsche Weihnachtskette oder ein Armband für den Heiligen Abend.

Im Ethik.Guide, dem Einkaufsführer für fairen und nachhaltigen Konsum, findest du in der Kategorie Lebensmittel jede Menge Geschäfte, die nachhaltige und vegane Naschereien für deinen Adventkalender anbieten.

Märchenwald & Wetterzapfen

Bleiben Reste bei der Adventsbastelei übrig? Kein Problem: Übrig gebliebenes Reisig duftet weiter, du kannst es in Vasen ins Schlafzimmer stellen und träumst bestimmt vom Märchenwald. Auch an einem langen Ast, als Vorhangstange (auch ohne Fenster) aufgehängt, sorgt ein Büschel Reisig noch lange für frischen Duft. Hier eignet sich Fichte, Latsche, Kiefer gut, denn Tanne nadelt schnell ab.
Zapfen sind wunderbare Wetteranzeiger. Einfach im freien aufhängen und beobachten, wie sich die Schuppen je nach Luftfeuchtigkeit öffnen oder schließen. Und aus Stoffresten, Ästen und anderen Fundstücken aus der Natur kannst du mit ein bisschen Kreativität auch deinen schnurrenden Vierbeinern eine Freude bereiten.

Reisig

Übriggebliebenes Reisig kannst du zu weiterer weihnachtlich duftender Deko verarbeiten. (Foto: Pexels, Irina Iriser)

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Ein Artikel von der Ethik.Guide-Redaktion
veröffentlicht am 22.11.2020

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