Rezept: Ramen-Salat (Hiyashi Chūka)

Tim Anderson zeigt uns in seinem Kochbuch „Vegan Japan Easy“, wie veganfreundlich bzw. leicht zu veganisieren die japanische Küche ist. Zu Beginn steht eine Einführung und Warenkunde japanischer Zutaten wie Sake, Miso, Dashi, Panko oder Reisessig, die im Vorratsschrank nicht fehlen sollten, gefolgt von über 80 Rezepten: Gewürze, Saucen, Dressings, Snacks, Hauptgerichte, Reis- und Nudelgerichte sowie Nachspeisen und Drinks. Die Bandbreite an Gerichten ist groß und vielfältig. Wir finden hier neben Klassikern wie Onigiri, Pilz-Gyoza oder Gemüse-Tempura auch moderne Interpretationen wie Französische Zwiebel-Ramen oder Mapo Tofu mit Buchweizen. Ein köstliches Sommer-Rezept dürfen wir euch heute vorstellen: Kalter Ramen-Salat mit knackigem Gemüse.

(Foto: © Nassima Rothacker)

Im Ethik.Guide, dem nachhaltigen Einkaufsführer, findest du in der Kategorie Lebensmittel sämtliche Bezugsquellen für einen genussvollen und klimafreundlichen Ernährungsstil: Bioläden und –Lebensmittelmarken, Unverpackt-Läden, Bio-Bäcker und –Winzer, Biokisten-Zusteller und Solidarische Landwirtschaften, aber auch Adressen von Selbsterntefeldern. Es kann auch nach veganen Anbietern oder bioveganer Landwirtschaft gefiltert werden.

RAMEN-SALAT (Hiyashi Chūka)

Die Sommer im japanischen Archipel sind ziemlich heiß und feucht, also eigentlich nicht gemacht, um Ramen zu futtern, denn das kommt ungefähr einem kulinarischen Dampfbad gleich. Die Ramen-Shops in Japan bieten daher gekühlte Ramen-Salate wie diesen Hiyashi Chūka an, um ihre Kunden sommers zu halten. Die Nudeln sorgen dafür, dass dieses Gericht kräftig ist, dennoch ist es leicht und frisch.

4 Portionen

Zutaten

  • 100 g Kirschtomaten, halbiert
  • 1 EL Sojasauce
  • 2 TL Zucker oder Rohrohrzucker
  • 1 TL Sesamöl
  • 100 g gemischter Salat – nehmen Sie verschiedene Sorten, z.B. scharfe/milde und knackige/ weiche; ich mag Bohnensprossen und Rucola
  • ½ Salatgurke, in Stifte geschnitten
  • 2 Karotten, geschält und in Stifte geschnitten
  • 4 Portionen Ramen-Nudeln
  • 240 ml Sesamdressing (siehe unten), mit etwas Wasser, etwas Salz oder Sojasauce verdünnt, oder 230 ml Wafu-Dressing (siehe unten)
  • 2 Avocados, in 3 mm dicke Scheiben geschnitten
  • einige Prisen Sesamsamen

Zubereitung

Heizen Sie den Backofen auf 180°C vor. Mischen Sie die Tomatenhälften mit Sojasauce, Zucker und Sesamöl, legen Sie sie auf ein Backblech und grillen Sie sie 20 Minuten, bis sie etwas schrumpfen und braun werden. Lassen Sie sie abkühlen und vermischen Sie sie dann mit den Salaten, der Gurke und den Karotten.

Bringen Sie in einem großen Topf Wasser zum Kochen und kochen Sie die Ramen darin etwas weicher als al dente (denn die Nudeln werden beim Abkühlen wieder fester). Gießen Sie sie ab und spülen Sie sie gut unter fließendem kaltem Wasser ab – sie sollten gut abgekühlt und damit ohne überflüssige Stärke sein. Gut abtropfen lassen und dann mit dem Dressing Ihrer Wahl vermischen.

Verteilen Sie sie mit dem restlichen Dressing auf Teller oder flache Schüsseln und geben Sie den Salat, die Avocadospalten sowie die Sesamsamen dazu.

SATT GERÖSTETES SESAMDRESSING

Ergibt 500 ml

Zutaten

  • 100 g Tahini
  • 100 g Sesamsamen
  • 300 ml Sojamilch
  • 2 TL Sesamöl
  • 90 ml Essig
  • 2 TL weißer oder brauner Zucker
  • 90 ml Sojasauce
  • ½ TL Salz
  • ½ TL Dashipulver

Zubereitung

Geben Sie das Tahini mit den Sesamsamen in eine Pfanne oder eine Kasserolle, idealerweise mit Antihaftbeschichtung und rösten Sie es auf mittlerer Hitze unter ständigem Rühren etwa 10 Minuten, bis es sichtlich mehr Aroma und einen dunkleren Farbton zeigt. (Er sollte sich von karamellfarben in … sagen wir »taupe« verwandelt haben.) Die Mischung füllen Sie in eine Schüssel um, und sobald sie etwas abgekühlt ist, vermischen Sie sie mit den übrigen Zutaten. Dabei rühren Sie, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Das Dressing hält sich im Kühlschrank 1 Woche. Danach schmeckt es etwas schal; wenn Sie Angst haben, es nicht schnell genug zu verbrauchen, halbieren Sie einfach die Zutatenmengen.

WAFU-DRESSING (Süßes Zwiebel-Ingwer-Dressing)

Ergibt etwa 350 ml, genug für mindestens 6 Salate

Zutaten

  • ¼ Zwiebel oder ½ Bananenschalotte
  • 2 cm frische Ingwerwurzel, geschält
  • 100 ml Sojasauce
  • 100 ml Mirin
  • 100 ml Reisessig
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 EL Sesamsamen

Zubereitung

Hacken Sie die Zwiebeln und den Ingwer fein und verrühren Sie beides gut mit den anderen Zutaten. Idealerweise lassen Sie das Ganze 30 Minuten ziehen, damit sich die Aromen gut verbinden können. Ersatzweise können Sie alle Zutaten auch in die Küchenmaschine werfen und sie durchjagen, bis Zwiebel und Ingwer zusammenbrechen. Im Glasgefäß hält sich das Dressing gekühlt etwa 1 Monat (es wird auch danach nicht schlecht, aber die Aromen verflüchtigen sich).

 

Japan Easy Vegan

Klassische & moderne vegane japanische Rezepte

Tim Anderson
Südwest 2021
208 Seiten
€ 32,90
ISBN 978-3-517-09971-2

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Ein Artikel von Luise
veröffentlicht am 1.07.2021