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Ein „Wintergarten“ für Tiere

In den nächsten Wochen sind Gartenbesitzer noch einmal fleißig. Bis Ende Oktober sollte ihr kleines Reich winterfest gemacht werden. Wer nicht nur seinen Pflanzen, sondern auch den tierlichen Gartenbewohnern Gutes tun will, findet hier ein paar einfache Anregungen. Kleine Maßnahmen sind eine große Unterstützung, um die kalte Jahreszeit zu überstehen.
Garten winterfest machen

Bald ist Ruhe im Garten. Doch davor gibt’s noch ein bisschen was zu tun. (Foto: Pixabay, psloane)

Wohin mit dem Laub?

Überall trägt sie der Wind hin – die abgefallenen Blätter. Sie können mit Feuchtigkeit sehr rutschig werden, also entfernt man sie von Wegen und genutzen Wiesenstücken. Laub ist aber auch ein toller natürlicher Winterschutz, weil es vor Frost schützt und isoliert. Unter Bäumen und Sträuchern bzw. in wenig genutzten Ecken des Gartens sind zusammengerechte Laubhaufen deshalb eine hervorragende Überwinterungshilfe für viele Kleintiere und Insekten. Larven von Schmetterlingen, Regenwürmer, Käfer, Molche, Raupen und Falter nützen sie als Unterschlupf. Nach dem Winter wird das Laub dann vom ganzen Leben des Gartens und Bodens abgebaut und in wertvollen Humus verwandelt. Ein toller Nährstoffboost im Frühjahr!

Reisig für die Winterruhe

Wer zum Laub noch etwas Reisig dazu schichtet, bietet noch mehr seiner Garten-Mitbewohner eine Möglichkeit zum Zurückziehen in der Kälte. Im Herbst ist es ohnehin auch eine gute Zeit, Sträucher, die im Sommer geblüht haben, zu schneiden (Frühjahrsblüher schneidet man besser direkt nach der Blüte). Erdkröten, Spitzmäuse, Insekten und Spinnen nehmen Reisighaufen gerne an. Ab dem Frühjahr helfen viele dieser Kleintiere im Garten beim biologischen Pflanzenschutz, als natürliche Feinde von Lästlingen oder als Unterstützer bei der Bodenaufbereitung.

Garten winterfest machen

Etwas Laub bietet Schutz für viele Kleintiere und Insekten (Foto: Pixabay, ROBERTpascal)

Totes Holz als Lebensraum

Eine sogenannte Totholz- oder Benjeshecke schafft Lebensraum für Vögel und andere Kleintiere. Igel und Frösche nützen sie gerne als Unterschlupf für den Winter. Zuerst werden Äste und Zweige in der gewünschten Größe aufgeschichtet und anschließend alles Mögliche an Material eingebracht, was sonst im Garten als „Abfall“ gilt, wie zum Beispiel Laub, vertrockneter Pflanzenschnitt usw. Mit der Zeit siedeln sich verschiedene Pflanzen an, da Vögel immer wieder Samen herantragen. Das Holz verrottet im Lauf der Zeit und ist daher ein guter Dünger für den Boden und man kann immer wieder neue Äste nachlegen. Und abgesehen von allen Vorteilen für Tiere, ist sie für uns Menschen von Frühjahr bis Herbst ein toller Blickfang im Garten.

Garten winterfest machen

Mit Reisig und Laub können wir Igeln ein gutes Winterquartier basteln (Foto: Pixabay, monicore)

Ein Winterquartier für Igel

Eine optimale Überwinterungshilfe für Igel besteht aus einem Haufen aus totem Holz, Reisig und Laub in der Größe von ca. 1 x 1 x 1 Meter an einem ruhigen und windgeschützten Platz im Garten. Ihre Winterquartiere suchen Igel bei anhaltenden Bodentemperaturen um null Grad auf. Ab Mitte November befinden sich die meisten Igel im Winterschlaf. Mit kurzen Unterbrechungen versehen, verschlafen sie die kalte Jahreszeit bis März oder April. Bei Schlechtwetterperioden nutzen sie ihre Winterquartiere fallweise noch bis in den Mai hinein. Da die schlafenden Tiere bei Störungen nicht reagieren und daher nicht fliehen können, gilt: Einmal geschaffene Unterschlupfe während des Winterhalbjahres bitte nicht mehr umsetzen!

Garten winterfest machen

Futter für Vögel (Foto: Pixabay, PublicDomainPictures)

Außerdem kann man…

  • Alte Stauden stehen lassen, als Futter oder Überwinterungsmöglichkeit für Insekten bis ins zeitige Frühjahr
  • Blühpflanzen für den Frühling setzen für Schmetterlinge, Bienen und Co
  • Wildbeeren ernten, den Vögeln aber ca. ein Viertel davon übrig lassen
  • Vorhandene Nistkästen ausräumen und säubern
  • Zusätzliche Futterstellen für Vögel einrichten
  • Ein selbstgemachtes oder gekauftes Igelhaus unter einem Strauch aufstellen

Mehr dazu:

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Ein Artikel von Sabrina
veröffentlicht am 14.09.2026